Das Eidgenössische 2019 in Zug nimmt Konturen an

Das Eidgenössische 2019 in Zug nimmt Konturen an

Nach dem Eidgenössischen ist vor dem Eidgenössischen. Während die Organisatoren von Estavayer2016 ihr Fest am Abschliessen sind, haben die Organisatoren von Zug2019 bereits wegweisende Entscheidungen getroffen und erste Bauarbeiten abgeschlossen.

Von Manuel Röösli

Ruedi Stadelmann ist stolz. 2010 und 2013 verliess er die Eidgenössischen Schwingfeste in Frauenfeld und Burgdorf kranzgeschmückt. 2019 wird der Luzerner Hinterländer als ESAF-Besucher in der Arena auf einem Grund stehen, zu dem er selber massgeblich beigetragen hat. Als Subunternehmer der für die Bauarbeiten zuständigen Zuger Firma Vonplon, war er in den vergangenen Monaten intensiv am Bearbeiten der Fläche, auf der im August 2019 die Arena für das Eidgenössische Schwingfest in Zug zu stehen kommt. «Natürlich freut es mich meinen ehemaligen Schwingerkollegen sprichwörtlich den Weg für sportliche Leistungen zu ebnen.» In zwei Etappen wurde das zuvor wellige Gelände begradigt.

Höhenunterschied ausgeebnet

Auf der gesamten Fläche, die rund 12 bis 13 Fussballfelder gross ist, standen die Raupenmaschinen von Stadelmann mehrere Monate im Einsatz. «Auf der welligen Fläche gab es Höhenunterschiede bis zu 1,8 Meter», sagt Stadelmann und ergänzt: «Dieser Unterschied hätte es nicht möglich gemacht eine Arena in der ESAF-Grössenordnung hinzustellen. » Stadelmann und sein Team mussten daher prioritär die Arena-Fläche nach den Vorgaben des Tribünenbauer begradigen.

3750 Lastwagen

Für die Ausebnung der Fläche wurde total über 56 000 Kubikmeter Aushub, Humus und Geröll angeliefert. Das entspricht 3750 LKW-Anlieferungen! Zusätzlich wurden Kanalisationen (650 Meter) und Sickerleitungen (2700 Meter) angelegt. «Die Fläche muss sich nun entwickeln. Bis zum ESAF 2019 darf die Fläche landwirtschaftlich weiterbenutzt werden», sagt Ruedi Stadelmann. Allerdings sind Einschränkungen für den Betrieb vorgesehen, so dürfen keine schweren Maschinen aufs Gelände, ansonsten würde man den Boden beschädigen. «Insgesamt gab das Organisationskomitee für diese Arbeiten 1.2 Millionen Franken aus», sagt Geschäftsführer Thomas Huwyler und ergänzt: «Derzeit ist eine Arena in der Grössenordnung von den Vorgängeranlässen geplant.» Für das ESAF-Wochenende planen die Organisatoren insgesamt mit 300 000 Besuchern. «Wir müssen uns auf alle Eventualitäten einstellen», sagt Huwyler. Nahezu abgeschlossen ist die Frage nach dem Campingplatz. Dieser wird in Nähe des Festgeländes auf 30 Hektaren noch grösser als derjenige in Estavayer.

Organisatoren im Soll

Im Rahmen eines Sponsorenanlasses gaben die Organisatoren Mitte November mit V-Zug und Mobiliar zwei Königspartner bekannt. Bereits zuvor liess sich die Zuger Kantonalbank für ein Sponsoring in der höchsten Kategorie für ein Engagement überzeugen. Sie alle durften zur Freude von OK-Präsident Heinz Tännler, der sich schon jetzt auf einen grossartigen Anlass freut, auch die Präsentation des Festlogos miterleben. Dieses entstand in Zusammenarbeit mit Künstler Stefan Schmidlin, der auch eine Skulptur fürs ESAF 2019 erstellte.

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